Integrative Pflanzen Wissenschaft
Aufbau, Ablauf und Inhalt des Studiums
Integrative Pflanzen Wissenschaft ist ein Masterstudiengang, der mit einer Dissertation abgeschlossen werden kann. Voraussetzung ist in der Regel ein vorangehendes sechssemestriges Bachelorstudium. Während der ersten zwei Semester findet ein Grundlagenstudium statt, in dem Basiskenntnisse in fachbezogener Biologie, Mathematik, Physik und Chemie vermittelt werden. Darüber hinaus können sich die Studenten in dieser Zeit zusätzlich zwischen verschiedenen Wahlfächern entscheiden. Am Ende und während des Grundstudiums werden alle belegten Fächer geprüft.
Während des folgenden Aufbaustudiums, das das zweite und dritte Studienjahr umfasst, wird modularer Unterricht in Biologie, physikalischer und biophysikalischer Chemie, sowie in organischer Chemie angeboten. Die verschiedenen Lehrveranstaltungen des Bachelorstudiums, zwischen denen teilweise gewählt werden kann, beinhalten:
- Struktur und Aufbau der Pflanzen und Tiere,
- Vielfalt der Mikroorganismen,
- Zellbiologie,
- Molekularbiologie,
- Evolution des Lebens,
- Naturschutz,
- Neurobiologie,
- und Immunologie.
Der anschließende Masterstudiengang, der vier Semester umspannt, widmet sich konkret der Integrativen Pflanzen Biologie. Während dieses Bildungsgangs kann für jeden Studenten ein Doktorprogramm aufgestellt werden. Die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen ist direkt oder mithilfe eines E-Learning-Programms möglich. Idealerweise beteiligen sich die Studenten in Gruppen an einem Projektunterricht. Innerhalb dieser Forschungsgruppen können während der ersten Monate des Studiums die Doktorantenprogramme erörtert und strukturiert werden.
Während des Studiums verpflichtet sich jeder Student, eine gewisse Anzahl Punkte zu sammeln. Grundsätzlich kann aus mehreren praktischen und theoretischen Lernangeboten gewählt werden, die zum Sammeln dieser Punkte dienen. Auch die Teilnahme an externen Projekten oder Forschungsarbeit in auswärtigen Labors kann in die Studienzeit eingerechnet und mit Punkten belohnt werden. Am Ende jedes Studienjahrs, also nach 12 und nach 14 Monaten, erbringen die Studenten einen mündlichen und schriftlichen Zwischenbericht über ihre bisherige Arbeit.
In den verschiedenen Lehrveranstaltungen und Projekten können Studenten mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Hintergründen eine gemeinsame Wissensbasis erreichen. Studenten, die bereits über ein umfangreiches Wissen in Biologie verfügen, besuchen Kurse wie "Informatik für Naturwissenschaftler" oder "Netzwerkbetrieb für Naturwissenschaftler". Wer dagegen schon über ein hohes Informatikwissen verfügt, kann beispielsweise Kurse über funktionelle Biologie, Molekularbiologie oder Evolutionsbiologie belegen. Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt jedoch auf integrativen Fächern wie algorithmische Bioinformatik, statistische Bioinformatik, Bioinformatik biologischer Sequenzen oder theoretische Systembiologie.
Zum Lehrplan gehören Vorträge, Seminare und praktische Kurse, zwischen denen die Doktoranten wählen können. Alle diese Aktivitäten verfolgen das Ziel, die Studenten bei der Durchführung ihrer eigenen wissenschaftlichen Projekte zu unterstützen und ihnen Fertigkeiten im Umgang mit zeitgemäßer Kommunikationstechnik zu vermitteln. Die Doktoranten sind bereits während ihres Studiums als junge Forscher geschätzt und anerkannt.
Im einzelnen haben die Lehrgebiete der Integrativen Pflanzen Wissenschaft folgendes zum Inhalt:
Molekularbiologie:
- Vermittlung von Kenntnissen über die Struktur und die Kontrolle der Gene, sowie Verfahren der Gentechnik und Besonderheiten der Genregulation
Pflanzenphysiologie:
- Vermittlung grundlegender Kenntnisse der Bewegungs- und Entwicklungsphysiologie der Pflanzen, Kennenlernen des Zellstoffwechsels
Modul "Das System Pflanze":
- Vertiefung der Kenntnisse über das System Pflanze. Dazu gehören die verschiedenen morphologischen, zellulären, physiologischen und molekularen Prozesse während der Entwicklung und des Wachstums der Pflanzen und die Photosynthese
- Darstellung von Nährstoffströmen
- Beschreibung der Blattentwicklung, Wurzelbildung, Fruchtbildung und Blütenbildung